Wien (Culinarius) „Bonjour“ heißt es in der Mitte November eröffneten französischen Bäckerei und Pâtisserie Parémi. Klugerweise befindet sich die Bäckerei in der Bäckerstraße, damit kein Kunde vergisst, wo sie zu finden ist. In den neu renovierten Räumlichkeiten des mittelalterlichen Gebäudes befindet sich sowohl die Backstube, der Verkaufsraum und das gemütliche Café.

Nicht nur Baguette und Croissant

Neben den üblichen französischen Klassikern wie Baguettes oder Croissants, die hier über alle Maßen gut sind, gibt es jede Menge kleine Leckereien. Besonders die Madeleines, Les Citrons und Macarons strotzen vor Perfektion und anschaulicher Liebe zum Detail. Jedes kleine Törtchen hat seine Besonderheiten, sei es eine kleine essbare Blüte oder ein Stückchen Blattgold auf der Oberfläche. Schon zum Ansehen ist dies der reinste Augenschmaus. Die Macarons aus Valhrona und Passionsfrucht würden selbst dem Marquis de Sade die Schamesröte ins Gesicht treiben. Die Croissants pleines oder mit Schokolade gefüllt haben eine schöne braune Farbe und sind typisch buttrig, wie in Frankreich eben und leider nichts für die schlanke Linie. Die Baguettes und Brote sind außen knusprig und innen fluffig, da sie in dem Steinofen hinten im Produktionsraum gebacken werden.

Backstube zum Zusehen

Generell ist es eine gute Idee sein Petit-Déjeuner hier einzunehmen. Bei Café-au-lait und Croissant startet man formidable in den Tag. Bereits ab sieben Uhr früh ist der großzügige Gästebereich geöffnet und lädt zum Verweilen ein. Die Wände sind weiß getüncht und werden an manchen Stellen von den mittelalterlichen Backsteinen durchbrochen. Die Trendfarbe Gold setzt nicht nur im Logo hochklassige und stilvolle Akzente. Selbst im Gastbereich zieren goldene Serviettenhalter die Tische. Eine besonderer Eyecatcher ist die Backstube im hinteren Bereich. Nur durch riesige Fensterfronten ist sie vom Café getrennt. Ungeniert kann man hier den Teig knetenden Profis bei der Arbeit zusehen. Ab und zu wird Nachschub mitten durch das Café zur Verkaufstheke getragen und hinterlässt den Duft von frisch gebackenem Brot im ganzen Raum.

Hinter dem Namen Parémi steht das Paar Patricia Petschenig und Rémi Soulier. Beide haben ihre Ausbildung in Frankreich erhalten und dort mehere Jahre erste Erfahrungen gesammelt, bevor sie in Wien ihre Bäckerei eröffneten. Rémi ist für’s Grobe zuständig, Baguettes und Brote sind sein Spezialgebiet. Patricia widmet sich den Feinheiten mit Raffinesse und Fingerspitzengefühl und ist für die süßen Versuchungen verantwortlich.

Parémi

Bäckerstraße 10, 1010 Wien

Dienstag bis Freitag 07:00 bis 18:00 Uhr

Samstag 08:00 bis 17:00 Uhr

www.paremi.at

Fotocredit: (c) Culinarius

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