Wien (Culinarius) Korea meets Wien meets Orient. So könnte man die Küche des neueröffneten Restaurants Kim Chingu – Kim für Freunde nennen. Das Restaurant befindet sich in der Nähe des Franz-Josefs-Bahnhofs, in der Althanstraße. Sobald man die riesige Glasfassade der Bank Austria, die meist nur das Grau in Grau der Umgebung spiegelt, vorbei passiert hat, erblickt man eine weitere Hochglanzfassade auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Diesmal in königsblau. Hier befindet sich das mittlerweile dritte Restaurant von Sohyi Kim, das Kim Chingu.

Das Konzept des Restaurants ist vielfältig. Zu Mittag dient es der darüber liegenden Firma KPMG als Betriebskantine, wodurch sie wohl eine der Exklusivsten in ganz Wien haben dürften. Geöffnet ist das Restaurant für die Öffentlichkeit von Montags bis Freitags von 18 bis 22 Uhr.

Was das Interieur betrifft, so liegt das Chingu am Puls der Zeit. Die hohen Decken zieren dicke Lüftungsrohre. An den Wänden hängen Spiegel in hölzernen Bilderrahmen dicht nebeneinander. Trotzdem strahlen die Holzmöbel und das warme gelbliche Licht eine heimelige Atmosphäre aus.

Eine Seltenheit in Wien stellt vor allem die offene Küche des Chingu dar. Sie befindet sich in der Mitte des Restaurants und jeder Gast kann den Köchen beim Zubereiten der Gerichte zuschauen. Durch die somit entstehende Nähe wird eine vertraute Atmosphäre und Umgebung geschaffen, die genau zum Namen des Restaurants passt. Denn Chingu bedeutet auf koreanisch Freund. Eine herzliche Erinnerung daran, dass Essen mit Freunden immer noch am Besten ist.

Der Schwerpunkt liegt auf Fleisch

Mit den dargebotenen Speisen streckt das Chingu die kulinarischen Fühler gen Orient aus. So gibt es als Small Tastie Tandoori Bio-Beef Tartar mit Hummus, Tabouleh, Couscous und Kichererbsenchips und als Hauptspeise Orange-Stubenkücken auf Mango-Couscous. Aber dem noch nicht genug, denn auch die Wiener Hausmannskost wird koreanisch neu interpretiert, von Spicy Grammelschmalz über 5-Gewürze Porkbelly mit Erdäpfelknödeln bis hin zu hausgemachtem Karamell-Kaiserschmarrn mit Kokosmilch.

Die Getränkekarte ist klein und überschaubar. Neben Mineralwasser und Fruchtsäften der Saison, werden Kims hausgemachten Tees, sowie Zwettler Saphir Bier und diverse Schnäpse angeboten. Eine ausgefallene und trendige Idee ist der Weinkühlschrank zum Selbstbedienen. Hier kann man sich ganz ungezwungen die verschiedenen Weine ansehen, aussuchen und heraus nehmen. Das Praktische daran, jede Flasche hat denselben Preis.

Kim Chingu

Althanstraße 21-25

1090 Wien

Mo-Fr 18-22 Uhr

www.kim.wien

Fotocredit: iStock AlexRaths

X