Die Aufregung bei der Schließung des Café Drechsler war groß, immerhin war dieses eine Institution Wiens. Doch die neuen Besitzer standen schnell fest und nach nicht einmal zwei Monaten sind die Tore des Café Drechsler wieder geöffnet – mit neuem Konzept und viel Elan.

© Café Drechsler

Am 30. Mai war es dann endgültig soweit, nachdem man bereits ab 15.5. langsam startete: Nach einer Neukonzeption und kleineren Arbeiten am Interieur (u.a. neue Lederbänke und ein Bild von Helmut Qualtinger) eröffneten die neuen Besitzer Sternekoch Nikolai Kölbl und dessen Geschäftspartner Benjamin Weidinger das Café Drechsler neu. Bekannt für die Burgerlokale ‚Weinschenke‘ haben sich die beiden nun einem etwas anderem Projekt gewidmet.

Küche auf hohem Niveau

Kölbl wird auch für die Küche des Cafés zuständig sein und bei seiner Reputation kann man sich dort schon etwas Gutes erwarten. Klingen tut das Ganze schon einmal köstlich: Angus Roastbeef Salat mit frischem Spargel und Sauce Hollandaise oder Gulasch vom Ochsen mit Trüffelerdäpfel sind nur zwei der hier gebotenen Köstlichkeiten.
Man möchte also ganz klar mit einer guten Küche punkten. Ganz vergessen konnte Kölbl seine Heimat nicht, weshalb sich auch deutsche Spezialitäten wie Berliner Senfeier auf der Karte wiederfinden.

Auch für junges Publikum

Punkten möchte man aber ebenso als Eventlocation. Dies deuten die Öffnungszeiten bereits an und liegen auch im Stil des Café Drechsler, welches schon früher dafür bekannt war auch bis spät in die Nacht geöffnet zu haben. Deshalb startet man gleich mit Events bei denen DJs den Gästen in der Nacht einheizen sollen. Das kann dann gleich als Test angesehen werden, wie gut diese Events bei den Gästen ankommen.

Wienerisch oder italienisch?

© Café Drechsler

Vornehmlich geht es hier aber noch um ein Café und da darf der Kaffee natürlich nicht fehlen. Hier setzt der Deutsche Kölbl auf eine Mischung aus italienischem und wienerischem Einschlag. Man kann wie für ein Wiener Café üblich genüsslich seinen Melange an einem kleinen Tisch samt Tageszeitung genießen. Setzt man sich allerdings wie in Italien üblich zum Kaffeetrinken an die Bar, zahlt man sogar weniger für eben diesen – ein interessantes Konzept.

Bewährungsprobe

Die Konkurrenz rund um die Linke Wienzeile 22 bzw. die Girardigasse 1 ist groß, das musste auch schon Vorbesitzer Manfred Stallmajer am eigenen Leib erfahren – auch wenn das nicht der Hauptgrund für die damalige Schließung war.
Doch Niko Kölbl und Benjamin Weidinger haben sich nicht Hals über Kopf in dieses Abenteuer gestürzt und ihr Konzept gibt definitiv genug her, um langfristig zu funktionieren. Ob die Gäste das neue Café Drechsler dann auch annehmen wie erwünscht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Erinnerung an frühere Zeiten © Café Drechsler

Café Drechsler

Linke Wienzeile 22/Girardigasse 1,1060 Wien
Mo – Do: 08:00 – 01:00 Uhr
Fr: 08:00 – 04:00 Uhr
Sa: 09:00 – 01:00 Uhr
So: 09:00 – 00:00 Uhr
Telefon: 01 581 20 44

http://www.cafedrechsler.at/

X