Tafelspitz in Wien essen

Die Legende über den Tafelspitz besagt, dass das österreichische Nationalgericht im berühmten Hotel Sacher in Wien erfunden worden ist, und zwar nicht für den Kaiser Franz Joseph, sondern für sein Militär. Anna Sacher war es, die für die armen Soldaten ein Gericht zubereitete, welches man stundenlang kochen musste und dabei sogar immer besser wurde.
Heute ist der Tafelspitz ein Gericht der Wiener Küche. Dabei wird das Schwanzstück, welches mit einer Fettgewebeschicht überzogen ist, im Wasser oder in einer Brühe mit verschiedenen Gemüsesorten mindestens zwei Stunden lang gekocht. Danach wird das Fleisch in dünne Scheiben geschnitten und mit Apfelkren, Kartoffeln, Spinat oder Schnittlauchsauce serviert. Zwar ist das Gericht zeitaufwendig zum Kochen, doch das Ergebnis ist ein köstlich zartes Stück Rinderfleisch. Der Name des Gerichts kommt von der Form des Fleischstücks, da es sich um ein Spitz zulaufendes Ende vom Muskelstrang aus der Hüfte handelt. An der vorderen Seite ist das Fleischstück breiter, während es auf der Schwanzseite spitz ausläuft.
Bereits in der kaiserlichen Hofküche war der Tafelspitz ein beliebtes Gericht, und das hat sich bis heute nicht geändert. Wer ein wenig Abwechslung mag, kann statt dem Rindfleisch auch Kalbsfleisch verwenden. Auch was die Beilagen angeht, sind keine Grenzen gesetzt. Nur eins muss man bei dem Gericht unbedingt haben: Geduld! Denn der Tafelspitz ist besonders lecker, wenn er mindestens zwei Stunden lang gekocht wird. Der Tafelspitz eignet sich besonders für ein Sonntagsessen mit der ganzen Familie!

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